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Fundraising = Einwerben von Mitteln: So geht´s. Unser Workshop am 1. Dezember

Einen ganzen Tag lang haben wir uns intensiv mit der richtigen Herangehensweise an dieses Thema befaßt.

"Fundraising" - das klingt zunächst einmal nach einer "Nummer zu groß" für relativ übersichtliche gemeinnützige Vereine wie TORUS. Wäre "Spendensammeln" hier nicht der passendere Begriff ? Warum bekommt dieses Thema überhaupt diesen Raum ? Sollte man sich angesichts knapper personeller und anderer Ressourcen nicht nur um die Kernaufgabe der Beratung und Unterstützung von Familien mit schwerstbehinderten und / oder chronisch kranken Kindern und Jugendlichen kümmern ? Und hoffen, daß schon das eine oder andere hereinkommt ? Warum sollte man überhaupt irgendwelche Mittel investieren, um andere Mittel hereinzubekommen ?
Berechtigte Fragen. Wie so oft ist es - vor allem  heutzutage - etwas komplizierter. Um eben diese Kernaufgaben sichern zu können, müssen "Mittel", also finanzielle, aber auch Sach- und Informationsmittel vorhanden sein. Das sind im wahrsten Sinne des Wortes "Mittel zum Zweck". Eben "funds" (engl.). Diese ermöglichen erst die Arbeit im Kernbereich, den Vereinszweck.
Nun gibt es sehr viele nicht profit-orientierte Organsisationen hier in Deutschland (etwa 700.000). Die sich die Spendenbereitschaft der Bevölkerung teilen müssen. Da heißt es: wer uns nicht kennt, kann uns nicht helfen.

In Zeiten neuer Möglichkeiten vor allem über das Internet bedeutet das, sich auch mit vielen neuen Ideen zur Einwerbung von "Mitteln" auseinander setzen zu müssen. Und dies mit den vorhandenen Ressourcen aber auch leisten zu können. So daß das Fundraising nicht zum Selbstzweck wird, sondern die Arbeit des Vereins längerfristig ermöglichen kann. Im Netz gibt es mittlerweile unzählige Angebote, alle Arten von Mitteln auf mehr oder weniger kreative Weise einwerben zu können. Aber welche sind für einen Verein in seiner jeweiligen besonderen Situation sinnvoll und machbar ?

Der zweite neuere Bereich betrifft andere Unterstützungsformen durch lokale Unternehmen - diese sehen sich zunehmend in der Verantwortung. In ihrem unmittelbaren Umfeld zu einem besseren Leben aller BürgerInnen, vor allem der nicht so vom Glück begünstigten, beizutragen. Nicht ganz uneigennützig, denn auf der eigenen Habenseite steht dann u.U. in Zeiten von Wettbewerb um Fachkräfte ein für mögliche künftige Fachkräfte attraktiver Wohn- und Arbeitsort. Diese Unternehmen "spenden" vor allem ihr wertvolles Wissen, eigene Produkte, Dienstleistungen oder die Zeit ihrer Mitarbeiter. Die für soziale Projekte freigestellt werden. Das Stichwort hierzu lautet wiederum etwas sperrig "Corporate Social Responsibility" (CSR). In etwa bedeutet das "Unternehmen stellen sich ihrer sozialen Verantwortung". Der jährliche "Marktplatz Gute Geschäfte" im alten Rathaus Bonn wäre z.B. eine Form, diese CSR in die Tat umzusetzen. Auch hier stellt sich die Frage: lohnt sich das für den Verein ? Kann er den Kontakt mit Unternehmen so herstellen daß nicht zu viele Ressourcen unnötig verbraucht werden ? Wie gestaltet man diese Beziehungen dann längerfristig ?


All dies erfordert sehr sorgfältige Planung, Information, Abwägung, im Zweifel Weiterbildung und effizienten Umgang mit vorhandenen Mitteln.
Mit der Antwort auf diese Fragen (und viele andere) im Gepäck fand sich die Berliner Fundraiserin Silvia Starz, Geschäftsführerin von FundNet in der Geschäftsstelle von TORUS ein (zur Person siehe Ankündigung).

 

Bis zur Mittagspause wurde in einem ersten Teil des Workshops ein ausführlicher Überblick über vorhandene Möglichkeiten und die Grundlagen der Mittel-Einwerbung gegeben. Es gab Informationen über z.B.:
- Quellen, woher Mittel stammen können
- Persönliche Ansprache möglicher SpenderInnen
- Demographie von Spendergruppen
- Infos zu Spendenmotivation
- Beispiele für gutes Fundraising
- Fundraising - Instrumente (kurz-, mittel- und langfristig)
- Strategien des Fundraising
- Steuerliche Aspekte

Nach einem kleinen Imbiss mit belegten Brötchen und süchtigmachendem Kuchen vom Blech, geliefert von der "kleinen Bäckerei" um die Ecke, ging es weiter. Unter dem Motto "TORUS Fundraising 2021" konnten gemeinsam mehrere auf die individuelle Situation des Vereins zugeschnittene umfassende Fundrasing-Strategien erarbeitet werden. Basierend auf den Informationen des ersten Teils.

Um 17.00 Uhr endete die Veranstaltung dann relativ pünktlich.

Es war ein sehr spannender und praxisnaher Workshop mit vielen Aha-Erlebnissen und wirklichem Erkenntnisfortschritt.
Wir danken unserer Referentin Silvia Starz für diesen gelungenen Tag und allen TeilnehmerInnen für stetiges und kreatives Fragenstellen !

 

Text: Sascha Becker; Foto: Sascha Becker

Über Initiative TORUS e. V.

Die Initiative TORUS e. V. bietet Familien mit schwerstbehinderten oder dauerhaft erkrankten Kindern und Jugendlichen Unterstützung an.

Kontakt

Initiative TORUS e. V.
Kirchstraße 27
53227 Bonn
Email : info@initiative-torus.de

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